Eine Umfrage enthüllt widersprüchliche Vorstellungen zur Online-Verwaltung.

Bürger wollen digitale Verwaltung – oder auch nicht

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Umfrage zur Online-Verwaltung

Online Behördengänge erledigen, das wollen Bürger laut einer Umfrage

Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wollen Behördengänge mehrheitlich online erledigen. Aber sie wollen nicht, dass Behörden ihre persönlichen Daten untereinander austauschen. Das sind Kernergebnisse einer Umfrage, wie sich die Bürger ihren „Staat 4.0“ wünschen. Auftraggeber waren der Normenkontrollrat des Bundes sowie der IT-Verband Bitkom.  

74 Prozent würden sich demnach gerne online an- oder ummelden. 62 Prozent würden gerne Kindergeld online beantragen, 61 Prozent einen Kita-Platz. 45 Prozent würden gerne den Personalausweis ohne Gang zur Behörde beantragen. Insgesamt sind 66 Prozent der Meinung, dass Behördengänge problemlos online erledigt werden könnten.

Trotz dieser Affinitäten zu Online-Services wollen 59 Prozent der Bürger nicht, dass Behörden ihre Daten austauschen. Damit stehen sie dem „Once Only-Prinzips“ ablehnend gegenüber – einer Kernidee für die vereinfachte Online-Verwaltung. „Once Only“ meint, dass Bürger nur einmal ihre Daten erfassen lassen und die Verwaltung die für bestimmte Anliegen notwendigen Daten bei den unterschiedlichen Behörden automatisch holt. Das Prinzip ist der Kerngedanke bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Hier sollen bis 2022 bundesweit über einen Portalverbund 575 Behördendienstleistungen von Bund und Ländern online zu erledigen sein.