Autonome Schiffe für die Zukunft

Am Kaiserkai 60 in Hamburg, nur ein paar Meter von der Elbphilharmonie entfernt, bringt eine Multimedia-Ausstellung seit Mai Interessierten den Containerhafen näher. Das Besondere: Dies geschieht mithilfe von Virtual Reality und interaktiven Elementen. Der 50-minütige Besuch endet vor einem riesigen Modell des Hamburger Hafens, auf das ein visionärer kurzer Film von automatisierten Abläufen, Unterwasserstraßen für den Container-Transport und autonomer Schifffahrt projiziert wird.

Nachfolgendes Video: Im „Discovery Dock“ am Kaiserkai kann man den Hafen hautnah erleben. Das Modell des Hamburger Hafens ist ab Minute 1:45 zu sehen.

Ob der Hafen der Zukunft genauso aussieht, wird sich zeigen. Die autonome Schifffahrt allerdings ist kein Hirngespinst, sie wird bereits erprobt. Das britisch-norwegische Konsortium von Automated Ships und Kongsberg Maritime arbeitet intensiv an der Entwicklung von „Hronn“, einem vollautomatischen Offshore-Versorgungsschiff. Und bereits ab 2022 könnte in Norwegen die „Yara Birkeland“, ein autonom fahrender Frachter, Düngemittel durch den Oslofjord transportieren. Inklusive vollautomatischer Beladung und Entladung, außerdem emissionsfrei dank Elektroantrieb. Norwegen erlaubt  als eines der ersten Länder weltweit das autonome Fahren in seinen Hoheitsgewässern.

Allerdings sind auch Firmen aus anderen Ländern an der Entwicklung der neuen Technologie interessiert: Intel und Rolls Royce arbeiten gemeinsam an der Perfektionierung der Technik. Und im März wurde die erste Teststrecke auf deutschen Binnengewässern angekündigt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird dieses zusammen mit Partnern an der Spree-Oder-Wasserstraße einrichten. Hier sollen kleine, flexible Binnenschiffe getestet werden, die miteinander kommunizieren, ihre Routen selbst berechnen und eigenständig ihre Fracht löschen.

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