Gefühle zwischen Mensch und Maschine?

Die Tür knallt zu, die Freundin rauscht ab in ein Urlaubswochenende. Gregor Schmalzried, der Macher des Podcasts, hat gerade „Schluss gemacht“ mit seiner Lebensgefährtin. Denn er will drei Tage lang erkunden, ob künstliche Intelligenz (KI) in Form von Sprachassistenten und Chatbots Menschen ersetzen kann.

Schmalzried stellt zu Beginn Kriterien auf, die KI für ihn menschlicher machen würde. Überrascht mich die KI? Zeigt sie Persönlichkeit? Füllt sie meine soziale Isolation? Und dann arbeitet er sich durch, redet nur mit künstlichen Intelligenzen, die über das Internet oder als App verfügbar sind.

Er beginnt mit Alexa, dem cloudbasierten Sprachassistenten von Amazon. Das Gerät ist an die Kaffeemaschine gekoppelt, gibt ihm den Wetterbericht durch und beantwortet einfache Fragen. Als Gesprächspartner ist Alexa aber genauso wenig geeignet wie Google Assistant, der Lidl-Bot auf Facebook oder der Bot der Christlich-Sozialen Union (CSU).

Amüsanter Sidekick: Jimmy Fallon empfängt in der amerikanischen Tonight Show Sophia, einen humanoiden Roboter – ab Minute 2:15. (Auch Angela Merkel sprach übrigens mit Sophia, das liest man hier)

Interessanter wird es für den Autor dann aber mit dem selbstlernenden Cleverbot, mit dem Chatbot Mitsuku, der mehrere Preise unter dem Label „menschlichste KI“ gewonnen hat und mit Replika, einem KI-Begleiter gegen die Einsamkeit. (Links zum Ausprobieren unten)

Bereichert wird das Ganze durch Interviews, die er im Zuge der Recherchen mit einer KI-Expertin vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer Sprachwissenschaftlerin der Universität Münster, und der Programmiererin des Replika-Bots geführt hat.

Zu welchen Schlüssen Gregor Schmalzried kommt und ob er sich tatsächlich in eine KI verliebt, hört man sich am besten selbst an. Soviel sei verraten: Seine Freundin kommt am Sonntagabend wieder in die gemeinsame Wohnung zurück.

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