Eine Web-Anwendung malt mit künstlicher Intelligenz Bilder. Das sieht mal komisch, mal irre aus.

Wenn künstliche Intelligenz zum Pinsel greift

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Künstliche Intelligenz macht Kunst

Einhorn oder Hirsch? Künstliche Intelligenz zeichnet und malt. Beziehungsweise wandelt sie Text in Bild um.

Nun kann jeder zum surrealen Künstler werden. Oder zum Meister der künstlichen Intelligenz. Eine künstliche Intelligenz  malt nach seinen Direktiven.

Wie sieht das aus? Dazu hat der Entwickler Cristóbal Valenzuela, Forscher an der New Yorker Universität, einen Webdienst entwickelt, der das malt, was Menschen ihm vorgeben. Valenzuela kommt nicht nur aus der Technik, sondern auch aus der Kreativszene. Das merkt man seiner malenden Web-App „Text to Image“ an, die Texteingaben in Bildern visualisiert. Jeder kann es ausprobieren und Bilder erschaffen lassen.

Einhorn oder Hirsch? Künstliche Intelligenz zeichnet und malt. Beziehungsweise wandelt sie Text in Bild um.

Das funktioniert ganz einfach. Man öffnet die Webseite „Text to Image“ und tippt einen Satz in ein Freifeld. Ein Algorithmus wandelt den Text dann in ein Bild um. Das geschieht schon, während man den Text eingibt. Das Bild verändert sich, je nachdem, ob und wie man den Satz weiter fortführt („A cat eats a mouse, while a dog crosses a street“). Mal erkennt man, was man geschrieben hat, mal nicht. Es entstehen Bilder, deren Anmutung, je nach Stichwörtern und Satzgebilde, von verwunschen bis verworren, von erkennbar bis impressionistisch oder gar surreal wirken. Der Algorithmus scheint nicht polyglott zu sein, nachvollziehbar malt er am besten, wenn man englische Sätze textet. Mit Gegenständen kommt er besser klar als mit lebendigen Wesen – ein Boot kann er besser abbilden als eine Katze.

Die Web-Anwendung basiert auf einem Algorithmus, der von Forschern des Deep Learning Technology Center beo Microsoft entwickelt worden ist, dem Attentional Generative Adversarial Network. Der Algorithmus analysiert nicht nur einzelne Worte, sondern soll auch ermitteln, in welcher Beziehung sie womöglich zueinander stehen. Zu kompliziert sollten die Sätze aber nicht sein, sonst kommt der Algorithmus nicht mehr mit.