Würden Deutsche ihre Gesundheitsdaten teilen? Wenn ja, könnte die Gesundheitswirtschaft einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung machen.

Jeder Zweite bereit, Fitnessdaten zu teilen

Posted on

Jeder Zweite bereit, Fitnessdaten zu teilen

Gesundheitsbranche: Jeder Zweite bereit, Fitnessdaten zu teilen

Es wäre ein Gewinn für die Gesundheitsbranche, würden Deutsche ihre Fitnessdaten mit Ärzten, Kliniken und Krankenkassen teilen. Sind sie dazu bereit?

Zuerst ein paar Zahlen: In Deutschland liegen Fitnessarmbänder im Trend. Allein 2018 verkauften sich die Wearables hierzulande rund 158 Millionen Mal. Tendenz steigend. Für 2020 wird laut Statista ein Absatz von rund 214 Millionen Stück erwartet.

Doch wären die Deutschen auch bereit, ihre Gesundheitsdaten zu teilen? Laut einer repräsentativen Umfrage von PricewaterhouseCoopers haben drei von zehn Menschen Angst vor dem Ausfall von Computersystemen während eines Krankenhausaufenthalts. Lediglich 48 Prozent vertrauen darauf, dass in ihrer Hausarztpraxis alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz ihrer Daten getroffen werden.

Mehr als die Hälfte befürchtet, gerade kommunale Kliniken in ländlichen Gebieten könnten Opfer von Cyberattacken werden. Dennoch wäre etwa jeder Zweite bereit, über eine elektronische Gesundheitsakte persönliche Daten mit Ärzten und Krankenkassen zu teilen. Lediglich 26 Prozent lehnen dies strikt ab, 22 Prozent sind unentschieden.

Die Unternehmensberatung McKinsey und der Bundesverband Managed Care (BMC) wollen laut einer Studie aus dem Jahr 2018 für die Gesundheitsbranche jedenfalls ein Sparpotenzial von bis zu 34 Milliarden Euro im Jahr entdeckt haben. Analysiert wurde das Potenzial von 26 derzeit verfügbaren digitalen Gesundheitstechnologien. Über 500 Forschungsdokumente wurden ausgewertet und Interviews mit Entscheidern geführt. Das größte Potenzial bieten demnach die elektronische Patientenakte und die Interaktion zwischen Patienten und behandelnden Ärzten – also die Telemedizin.

Alte Organisation mit neuer Technik: Die Leibgarde des Papstes, die Schweizergarde, trägt neue Helme. Die kommen aus dem 3D-Drucker.

Gut behelmt: Im Vatikan setzt man modisch nun auf 3D-Druck

Posted on

Gut behelmt: Im Vatikan setzt man modisch nun auf 3D-Druck

Ein genauer Blick auf die Helme der Schweizergarde offenbart: Er wurde mit 3D-Druck hergestellt. Der Morion, der traditionelle Helm dieser 135 Schweizer Soldaten, ist in Form und Funktionalität rund 500 Jahre alt. Hergestellt wird er allerdings nicht mehr traditionell mit der Hand und aus Blech. Die Schweizergarde trägt nun Kunststoff – hergestellt im 3D-Drucker. Wer demnächst nach Rom reist und im Vatikan die Schweizergarde – die Leibgarde des Papstes – bewundern darf, sollte einen genauen Blick riskieren.

Mehr Komfort für die Gardisten, das war einer der Beweggründe, um vom Blech auf deren Köpfen wegzukommen. Blech wird im Sommer heiß, im Winter kalt, und wenn es auf den Boden fällt, ist es schnell ramponiert. Der Kunststoff, aus dem die Helme nun gefertigt sind, ist leicht, kratzfest und im neuen Verfahren rascher zu einem neuen Helm verarbeitet als früher das Blech. In rund 14 Stunden ist solch ein Helm fertig produziert.

3D-Druck hat sich etabliert

Hersteller der neuen Helme ist ein Schweizer Unternehmen in Stans, Kanton Nidwalden, das sich auf 3D-Druck spezialisiert hat. Das vatikanische Beispiel zeigt: 3D-Druck ist nicht mehr nur eine Technik, mit der Frickler und Bastler in Marke Eigenbau Dinge aus Plastik herstellen. 2018 setzten laut einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom knapp 30 Prozent der deutschen Industrieunternehmen 3D-Drucker ein.

WTO: 3D-Druck verändert Welthandel

Für die Welthandelsorganisation, die World Trade Organisation (WTO) ist der 3D-Druck gleich eine Technologie, die im Zuge der digitalen Revolution enorme Auswirkungen auf den globalen Welthandel hat. Der 3D-Druck verändere die gesamte Wertschöpfungskette, so die WTO: Produktion, Lagerung, Versand von Produkten.

Die Produktion von 135 Helmen für die Leibwächter des Stellvertreters Gottes auf Erden ist zwar noch keine globale Massenproduktion, wie sie die WTO in ihrem Technologiebericht auf Zukunftstrends analysiert. Aber vielleicht ist der Papst ja so begeistert von den leichten neuen Helmen seiner Gardisten, dass er demnächst die Tiara, die traditionelle Papstkrone, neu aus dem 3D-Drucker ordert. Getragen wird diese allerdings nicht mehr. Papst Pius VI schmückte 1963 als letzter Papst sein Haupt mit einer prächtigen Tiara. Über zwei Kilogramm soll diese gewogen haben.

Wenn Hans eine Drohne in die Luft schickt, ist das vermutlich sein Hobby. Doch Drohnen sind auch für Transport, Datenerfassung und Hilfseinsätze interessant.

Die Drohne kommt. Ein Ausblick.

Posted on

Drohnen Ausblick

Technologie der Zukunft: Drohnen

Lufttaxis in jeder Form und Größe sind seither ein gängiges Element im Science Fiction-Genre. Ob in naher Zukunft Menschen per (autonomem) Lufttaxi transportiert werden können, wird sich in Zukunft zeigen. Geforscht wird auf jeden Fall schon an solchen Vehikeln, vorwiegend von Unternehmen wie Airbus, Boeing, Porsche, Rolls Royce, Uber.

Einsatz von Drohnen

Der Einsatz von Drohnen wird für unterschiedlichste Szenarien diskutiert und teilweise erprobt. Vor allem die Logistik-Branche sieht in dieser Technologie eine Lösung für ihr durch den Online-Handel erhöhtes Transportaufkommen. Darüber hinaus: Solarbetriebene Drohnen könnten jahrelang in der Luft bleiben und entlegene Regionen mit Internet versorgen. Drohnen können Giftstoffe aufspüren, Ernten mit Kameras überwachen, Landstriche kartieren. Sie können in der Brandbekämpfung eingesetzt werden, Verschüttete via Infrarot orten und somit die Bergwachten unterstützen. Drohnen eignen sich generell für den Einsatz bei humanitären Hilfseinsätzen: zum Ausliefern von Medikamenten und Nahrung, zum Erfassen von Umgebungsdaten. Datenerfassung und die Auslieferung leichter Lasten sind bei all diesen Ideen und Projekten die Hauptaufgaben von Drohnen.

Rechtslage

Natürlich müssen dafür gesetzliche Regelungen geschaffen werden. Die deutsche Drohnenverordnung vom April 2017 ist da nur ein Anfang. (Voller Gesetzestext hier). Sie regelt immerhin die Kennzeichnung von Transportgütern mit unterschiedlichem Gewicht, Pflichtversicherung, Flughöhe und Gebiete, die überflogen werden dürfen. Je mehr Einsatzfelder für Drohnen entstehen, desto schneller müssen diese Regeln aber spezifiziert und gegebenenfalls auch international vereinheitlicht werden.

Neue Berufe entstehen

Spannend sind auch die Überlegungen für Berufe der Zukunft. Egal, ob Drohnen automatisiert fliegen oder individuell gesteuert werden – es wird Flugleitzentralen geben müssen, Drohnenpiloten und Flugroutenplaner. Drohnen müssen designed und produziert werden. Wer wartet Drohnen, repariert sie und sorgt für die Sicherheit des Luftverkehrs? Spezialisierte Softwareentwickler werden genauso gefragt sein wie Experten mit Wissen an Schnittstellen zu Gesetz, Verwaltung, Handel, Recht.

Ethik und künstliche Intelligenz: Die EU-Kommission stellt Leitlinien zur Diskussion. Stichtag ist der 18. Januar 2019.

Meinung gefragt: EU erarbeitet Leitlinien für KI

Posted on

Meinung gefragt: EU erarbeitet Leitlinien für KI

Ethische Leitlinien für künstliche Intelligenz

Die Kommission der Europäischen Union (EU) hat Ethikleitlinien für Entwicklung und Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) entworfen und dazu eine Konsultation gestartet. Bis zum 18. Januar 2019 können Interessierte und Stakeholder die im Dezember vorgelegten Leitlinien kommentieren. Bis zum März werden diese dann überarbeitet und in einer finalen Version vorgestellt. Die Ethikleitlinien sollen definieren, wie KI unter Berücksichtigung von Grundrechten und ethischen Prinzipien entwickelt und genutzt werden soll.

Die Leitlinien wurden von einer Expertengruppe für künstliche Intelligenz ausgearbeitet. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Spezialisten der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Vorsitzender ist Pekka Ala-Pietilä, unter anderem Aufsichtsrat des deutschen Softwareherstellers SAP SE.

Algorithmen werten menschliches Verhalten, Vorlieben und soziales Umfeld aus. Kritiker fordern, man müsse besser nachvollziehen können, wie sie das tun.

Algorithmen und Scoring

Posted on

Algorithmen und Scoring

Codes offenlegen beim Scoring durch Algorithmen

Social Scoring: Wo verläuft die Grenze zwischen dem Machbaren und dem Vertretbaren? In China erreicht das Sammeln und algorithmische Auswerten von Daten derzeit ganz neue Dimensionen. Im Auftrag des Staates testen einige große Firmen dort ein „Social Credit System“ zur Bewertung der Bürger.

In den dazugehörigen Social Credit Score fließen verschiedene Faktoren ein: Unter anderem Kreditwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Vorlieben und soziales Umfeld eines Menschen, soweit diese sich online nachvollziehen lassen. Exzessives Shopping verringert die Punktzahl, der regierungskritische Kommentar eines Online-Freundes auch. Eine hohe Punktzahl wiederum erleichtert den Zugang zu Krediten oder einem Schengen-Visum.

Dass die zugrundeliegenden Programmcodes eines solchen Systems für die Bevölkerung nicht einsehbar sind, ist in westlichen Ländern ein Diskussionspunkt. Die deutsche Initiative Algorithm Watch etwa fordert, von Algorithmen getroffene Entscheidungen müssten nachvollziehbar sein, um demokratisch kontrolliert werden zu können. Sie empfiehlt dafür „eine Kombination aus Technologien, Regulierung und geeigneten Aufsichtsinstitutionen.“

Konkretere Vorschläge macht die US-Initiative AI Now. AI steht für Artificial Intelligence, künstliche Intelligenz also. Die Initiative fordert eine weitreichende Transparenz bezüglich der von öffentlichen Institutionen verwendeten Algorithmen: Ihre Funktionsweise und die verwendeten Trainingsdaten sollten offengelegt werden. Das ermögliche unabhängige Tests und die Definition von Standards.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Dann schreiben Sie uns: redaktion@dataport.de