Gesetzentwurf geleakt: Bund will Befugnisse von Sicherheits- und Ermittlungsbehörden in punkto Cyber-Sicherheit erweitern.

Netzpolitik.org leakt IT-Sicherheitsgesetz des Bundes

Veröffentlicht am

Netzpolitik.org leakt IT-Sicherheitsgesetz des Bundes

IT-Sicherheitsgesetz des Bundes von Netzpolitik.org geleakt

Das Portal netzpolitik.org hat den noch internen Entwurf des sogenannten IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 (Status: Referentenentwurf) publik gemacht. Offenbar will der Bund die Befugnisse der Sicherheits- und Ermittlungsbehörden in Sachen Cyber-Sicherheit erweitern  – was in der Öffentlichkeit zu Diskussion und Kritik führt. (Unterhalb des Artikels verlinken wir auf Gesetzentwurf und Diskussion.)

Zum Hintergrund: Im März hat Bundesminister Horst Seehofer die Digitale Agenda seines Ministeriums, des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, vorgestellt. Das neue IT-Sicherheitsgesetz ist eines der Herzstücke dieser Agenda. Es soll den rechtlichen Rahmen für mehr Cybersicherheit in Deutschland neu setzen. Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen „Gefahrenlagen im Cyberraum“ mit erweiterten Kompetenzen abwehren.

Frauen in IT-Berufen? Heute eher selten zu finden. Das war nicht immer so. Die Pioniere der Branche waren weiblich.

Frauen waren die Ersten

Veröffentlicht am

Weltfrauentag: Frauen in IT Berufen

Zum Weltfrauentag: Frauen waren die Ersten in der IT-Branche

„Frauen sind Naturtalente im Programmieren“, äußerte in den 60ern die Programmiererin Grace Hopper im Cosmopolitan Magazin. Fachkräftemangel war in diesem Jahrzehnt genau wie heute in der IT-Branche ein Problem. Das damalige Interview im Cosmopolitan könnte man als „Imagekampagne“ einordnen – mit dem Ziel, Frauen für den Beruf als Programmiererin zu interessieren.

Zunächst ein unbeliebter Job

Unter Programmieren verstand man allerdings in den Anfängen der IT zwischen den 30ern und den 50ern etwas anderes als heute. Programmentwürfe mussten mühsam und Schritt für Schritt in Maschinencode übersetzt werden. Diese Arbeit wurde als Bürotätigkeit mit niedrigem gesellschaftlichen Status angesehen. Gerade passend für Frauen, denen damals vor allem der Status als Ehe- und Hausfrau zugewiesen wurde. Diese Ansicht hielt sich auch während des zweiten Weltkriegs noch hartnäckig. Allerdings schafften Frauen es in diesen Jahren trotzdem, sich infolge des Männermangels Zugang zu höheren Qualifizierungen zu verschaffen.

„Man muss vorausplanen und alles so terminieren, dass es fertig ist, wenn man es braucht. Das geht nur mit Geduld und dem Blick für Details. Frauen sind Naturtalente im Programmieren.“ (Grace Hopper)

Pionierinnen

Grace Hopper arbeitete an der amerikanischen Harvard Universität mit dem ersten vollelektronischen Rechner der Welt, dem Mark 1. Auch dessen Nachfolger, der Eniac, wurde von Frauen programmiert. Bei der offiziellen Vorstellung des Eniac im Jahr 1946 wurden allerdings nur die am Projekt beteiligten Männer genannt. Erst vierzig Jahre später erhielten die beteiligten Frauen die ihnen zustehende Würdigung, weil eine Informatikstudentin an der Harvard gründlich recherchierte.

Wandel zum Männerberuf

Ab den 60ern stieg der Bedarf an Fachkräften für die Datenverarbeitung schnell an. Durch die kommerzielle Serienproduktion verschiedener Rechnertypen waren Computer nicht mehr nur für Militär und Forschung von Interesse. Erste Rechner für den Hausgebrauch entstanden, außerdem hielten sie Einzug in die Büros von Unternehmen. In den 80ern etablieren sich Personal Computer dann endgültig. Konzerne wie die Nixdorf Computer AG, IBM und Intel entstanden. Computer wurden immer leistungsfähiger, die Entwicklerwelt wurde männlich.

Klischees halten sich hartnäckig

Egal, ob es um den bärtigen Softwareentwickler geht, der bei runtergelassenen Jalousien neben seiner Schreibtischlampe auf die Tasten hämmert oder um das Mädchen, das Mathematik ohnehin nicht versteht und darüber hinaus Angst vor sozialer Ächtung hat, falls sie sich für IT interessiert. Klischees sterben nicht aus. Das zeigte zuletzt die Hollywood-Produktion „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ aus dem Jahr 2017. Der Film schildert in schillernden Tönen die Geschichte dreier afroamerikanischer Mathematikerinnen, die maßgeblich an den Mercury- und Apolloprogrammen der NASA mit gearbeitet haben.

Auf in die Zukunft

Umso erheiternder ist das nachfolgende Video der gemeinnützigen Organisation „Girls Who Code“, das mit schrägen Erklärungen wie „Wegen meiner langen Wimpern kann ich kaum den Bildschirm sehen“ aufwartet – und so (vermeintlich) erklärt, warum Mädchen nicht programmieren wollen. Die eigentliche Absicht des Vereins ist natürlich, Klischees zu thematisieren und zu entkräften.

 

Um Sexismus, Chavinismus und Männerbünden entgegen zu wirken, organisieren sich Frauen aus der IT-Branche schon seit längerem in Vereinen und Verbänden wie zum Beispiel den Geekettes, Webgrrls oder Haecksen.

Und auch in der Branche selbst hat ein Umdenken begonnen, denn Fachkräfte sind erneut Mangelware. Weiterhin Jungs und Männer in Ausbildung, Stellenbesetzung und Bezahlung zu bevorzugen, macht keinen Sinn. Unternehmen versuchen daher konsequent, Mädchen und Frauen für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu gewinnen. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt mehrere Millionen Euro jährlich für die Kampagne „Komm nach MINT“ aus.

Deutsch-indische Partnerschaft für den Klimaschutz: Deutschland unterstützt Indien bei lokalen Smart City-Projekten.

Deutschland unterstützt Smart Cities in Indien

Veröffentlicht am

Smart Cities in Indien

Smart Cities in Indien mit Unterstützung des Bundes

Deutschland und Indien kooperieren bei der digitalen Stadtentwicklung: Die Bundesregierung unterstützt drei indische Städte auf ihrem Weg zu einer Smart City. Unterstützt werden die Großstädte Bhubaneswar, Coimbatore und Kochi, im Nordosten und Süden Indiens gelegen Ziel ist es, die Städte mithilfe intelligenter Technologien nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten.

Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten im Dezember Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und der indische Bauminister Hardeep Singh Puri.

Die Kooperation erfolgt im Rahmen des Climate Smart Cities Projekt, einem Projekt der Internationalen Klimaschutz Initiative (IKI). Die IKI ist eine Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Sie fördert in verschiedenen Ländern Projekte zu nachhaltiger Mobilität oder umweltfreundlicher Nutzung von Ressourcen.

Das BMI engagiert sich auch in anderen Netzwerken, um digitale Lösungen für die Stadtentwicklung zu finden. So ist es unter anderem bei der interdisziplinär ausgerichteten „Dialogplattform Smart Cities“ aktiv. Indien ist eingeladen, diesem Netzwerk beizutreten.

Der Bund gibt erste Einblicke in sein neues Verwaltungsportal. Das sind erste Schritte hin zum bundesweiten Bürgerportal.

Online-Bürgerdienste in der Beta-Version

Veröffentlicht am

Testlauf für das Bürgerportal

Testlauf für das Bürgerportal: Online Leistungen der Verwaltung nutzen

Ein Bürgerportal in der Beta-Version: Das künftige Verwaltungsportal des Bundes ist einer ersten Beta-Version online gegangen. Der unter www.beta.bund.de zu erreichende Prototyp soll ein erster sichtbarer Schritt zu dem geplanten bundesweiten Portalverbund sein, den Bund und Länder derzeit aufbauen.

Der föderale Portalverbund ist ein IT-Projekt von Bund und Ländern. Er soll alle Verwaltungsportale von Bund, Ländern und Kommunen miteinander verknüpfen. Bürger und Unternehmen können künftig dann über ein Portal auf sehr viele Leistungen von Verwaltungen in Deutschland zugreifen. Der Zugang erfolgt zu diesen Leistungen, egal welcher Behörde, erfolgt mit einem Servicekonto, das wie ein Kundenkonto beim E-Commerce funktioniert. Insgesamt sollen bis Ende 2022 575 Behördenleistungen online verfügbar sein. Das regelt das Onlinezugangsgesetz.

Das Behördenportal des Bundes wurde von dem Unternehmen Init entwickelt und wird im Informationstechnikzentrum Bund, dem IT-Dienstleister des Bundes, in Bonn betrieben.

 

Der Bund will die Quantentechnologie in Deutschland voranbringen. Dafür will er bis 2021 rund 650 Millionen Euro investieren.

Bund investiert in Quantentechnologie

Veröffentlicht am

Quantentechnologie: Bund investiert

Quantentechnologie: Im Gegensatz zu herkömmlichen Bits, den kleinsten Recheneinheiten von Computern, können Quanten-Bits komplexere Rechenvorgänge ausführen, sie arbeiten dabei nach den Gesetzen der Quantenmechanik.

Die Bundesregierung will die Quantentechnologie vorantreiben. Bis 2021 stellt der Bund 650 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Forschungsfelder sollen unter anderem die IT-Sicherheit sein, zum Beispiel bei Verschlüsselungstechniken. Hier sind unter anderem Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik, das Bundesverteidigungsministerium sowie die noch junge Zentrale Stelle für Informationstechnik in Sicherheitsbereich (ZITIS) involviert. Auch der Satellitentechnik soll das quantenbasierte Rechnen einen Schub bringen, zum Beispiel bei der Messgenauigkeit.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Bits, den kleinsten Recheneinheiten von Computern, können Quanten-Bits komplexere Rechenvorgänge ausführen, sie arbeiten dabei nach den Gesetzen der Quantenmechanik. Quantencomputer rechnen deshalb schneller als herkömmliche Computer.