Hunger nach Strom

Manchmal ist der Weg zum Briefkasten schwer. Kein Wunder, wenn mal wieder eine Rechnung eingetrudelt ist. Umso größer ist die Freude, wenn der Stromverbrauch sinkt. Das ist gut für den eigenen Geldbeutel, noch dazu hat es einen positiven Effekt auf die Umwelt. In vielen Rechenzentren richtet sich bislang jedoch wenig an Nachhaltigkeit aus.

Das ist das Stichwort in der BR2-Reihe „IQ Wissenschaft und Forschung“. Jeanne Rubner klärt in ihrem Beitrag „Hunger nach Strom: Auf der Suche nach der grünen Digitalisierung“ über den massiven Energiebedarf der digitalen Welt auf und berichtet über Lösungsansätze der Datenriesen wie Facebook, Microsoft oder IBM.

Die Journalistin macht deutlich: Enorme Datenmengen zu verarbeiten und bereitzustellen, bedeutet Server laufen zu lassen. Das macht es möglich, überall und jederzeit auf Musik, Filme oder Smart Home-Anwendungen zuzugreifen. Aber muss das alles wirklich sein? Der Podcast regt zum Nachdenken an. Für die Journalistin sind es oft unnötige Spielereien, die Rechenzentren auf Hochtouren arbeiten lassen und den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Sie macht deutlich, dass die Digitalisierung am Ende einen riesigen ökologischen Fußabdruck hat – einen, der größer ist als der des weltweiten Flugverkehrs.

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Eine einfache Lösung zum Stromsparen: Rechenzentren in kühleren Gefilden bauen. Da, wo es sowieso schon kalt ist, brauchen die Kühlsysteme weniger Strom. Wie das auch ohne einen Umzug in die Kälte gelingt, zeigen Windcloud und Dataport. Die norddeutschen Rechenzentren arbeiten energieeffizienter als andere deutsche Serverstandorte. Dataport nutzt zum Beispiel die Abwärme aus den Serverschränken und beheizt eine Turnhalle und Büroräume. Windcloud versorgt sein Rechenzentrum größtenteils mit Windenergie, die Abwärme kommt einer Algenfarm vor Ort zugute.

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